Aurelia Weisz, geb. 1915 in Zagreb

Das Austrian Catholic Centre ist gemütlich eingerichtet und ein freundliches Haus. Man ist dort sehr aufmerksam und wird immer herzlich empfangen. Man kann dort alles besprechen, auch private Angelegenheiten regeln. Es ist ein Ort mit österreichischer Atmosphäre. Es erinnert mich an die österreichische Atmosphäre meiner Heimat. Im Centre kann die eigene Geschichte und die Weltgeschichte der letzten 60 Jahre besprochen werden. Man bekommt Antworten und Hilfestellungen für die veränderte Gegenwart – alles ist anders. Und es gibt auch Antworten, was in der Zukunft möglich ist. Von der Generation, die vor 60 Jahren gekommen ist, sind immer weniger bei den Treffen zu finden. Die kommen, gehen auch deshalb zu den Treffen, weil sie niemanden mehr in England haben. Durch die Begegnung der älteren und der jungen Leute ist die Vergangenheit und Zukunft immer präsent.

 
   

Katharina Lunardon

Liebe Leserin, lieber Leser, ich habe die schöne Aufgabe angenommen Ihnen kurz meine Verbindung zum Austrian Catholic Center zu schildern. Am Besten beschreiben es die zwei Worte „wie ZuHause“. Dahinter verbirgt sich die Wärme eines vertrauten Heimes, die Fürsorge der Eltern, die Offenheit und Vielfältigkeit von MitGliedern und Umgebung, in die ein ZuHause meinem Verständnis nach gewebt ist, und eine Türe, die jedem Gast mit Liebe geöffnet wird, damit Sie eintreten können, um einen Platz für SichSelbst zu finden. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Erleben des ZuHauses.

Verbindung: Erstkontakt nach unglücklicher Aupairstelle, Zweitkontakt als temporäre Mitarbeiterin, weitere Kontakte als Besucherin, Londonliebhaberin und Studentin.

 
   

Rudolf Stefan Czaby

Ich habe während meines Auslands – Studienjahres neben einem guten und neuen Zugang zu meiner Studienrichtung Theologie auch noch etwas anderes kennengelernt: in einer Stadt die mehr Einwohner als Österreich hat, die sehr schnelllebig und laut ist habe ich im ACC ein Stück Heimat gefunden. Ein knappes Jahr durfte ich im Hause wohnen und mitarbeiten. Es war Heimat für mich – „home from home“ um es mit einer Phrase aus dem Auftrag der Frohbotinnen zu sagen. Mein einfaches Anwesend – sein war aber auch Ermutigung und Möglichkeit für viele andere Gäste sich mit Glaube, Kirche und Werten auseinanderzusetzen. Viele Stunden und Abende des Gespräches waren für mich bereichernd und haben gezeigt, dass ein einfaches „DA-sein“ eigentlich ein großer Dienst ist. Ein Dienst, den das Austrian Catholic Centre mit Freude und Herzlichkeit erfüllt.

 

 

 

Marlies und Georg Vith

14 Tage im ACC-London, Sommer 2009

Da unsere Tochter über die Sommermonate ein dreimonatiges Praktikum in Eastbourne absolviert, haben wir für den diesjährigen Urlaub London als Ziel gewählt – Kultur, Familiäres, Großstadtleben. Das Austrian Catholic Centre zeigte sich als erfrischende Oase im hektischen Treiben der Großstadt. Das Wohnen im ACC bedeutete für uns weit mehr als nur “Nächtigen“: die Mitbenützung des gesamten Hauses incl. Gartens verschaffte uns wohltuende Ruhepausen inmitten dieser pulsierenden Großstadt. Eigene Kochmöglichkeit und tägliche Kontakte und Begegnungen mit MitarbeiterInnen, PraktikantInnen und anderen Gästen und BesucherInnen boten Eindrücke in jeweils spezifische Situationen eines Londonaufenthaltes, was des Öfteren Anlass für Gedankenaustausch gab. Diese Begegnungen vermittelten uns einen „anderen“ bzw. erweiterten Blick auf die Stadt, was u.a. nach den täglichen kulturellen und touristischen Unternehmungen stets ein Gefühl des „Heimkommens“ erzeugte. Im Rückspiegel betrachtet, strahlte das ACC eine offene und wertschätzende Atmosphäre aus, getragen von Anna als Leiterin und ihren MitarbeiterInnen (und Merci, der vierbeinigen Hausbewohnerin, die ja mit Ablauf der Londontage immer zutraulicher wurde). Geblieben ist auch die Erinnerung, dass uns unsere Tochter im ACC besuchen konnte, sie hat davon einen spannenden Eindruck in ihr noch andauerndes Praktikum mitgenommen. Und wir haben eine Idee des Rückhaltes mit nach Hause genommen, da wir das ACC nicht nur als Unterkunft, sondern u.a. auch als Unterstützungs- und Anlaufstelle erfahren haben. So blieben von unserem Besuch in London also weit mehr als nur touristische Eindrücke, die wir mit nach Hause genommen haben... Wir möchten uns bei Anna und ihren MitarbeiterInnen nochmals für die Gastfreundschaft und Unterstützung bedanken (u.a. Brot backen...), wir haben die Tage in London dadurch sehr genossen!